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14. March 2014 - Vasalauf, unglaublicher Abschied am Holmenkollen, Abschiedsrennen

Abgelegt unter: Sportliche Erfolge

Hallo Skifreunde!

Nach den Olympischen Spielen hatte ich noch genau zwei Rennen auf meinem Programm. Zwei absolute Highlights für einen Skilangläufer. Diese beiden Rennen hatte ich mir auch ganz bewusst als letzte Rennen ausgesucht und sie sollten meine Karriere zum einen vervollständigen und zum anderen gebührend beenden. Der Vasalauf und der Holmenkollen 50er in der klassischen Technik. Auf beide Rennen freute ich mich schon seit Jahren und ich hätte es mir im Nachhinein betrachtet, nicht besser aussuchen können! Der Vasalauf ist das wohl bekannteste Skilanglaufrennen der Welt und mit 90km auch das längste. Ich hatte ihn in meiner Laufbahn nie mitmachen können und schon als Kind hörte ich, dass ein jeder Skilangläufer einmal im Leben den legendären Vasalauf bezwungen haben muss! Genau für diesen Vasalauf ( übrigens der 90.), verzichtete ich auf den Olympia 50er. Ich wollte ihn nochmal wettkampfmäßig bestreiten, bevor ich dann schließlich meine Ski an den Nagel hänge. 16000 Teilnehmer sagen eigentlich schon alles!!! Ein unglaubliches Feld und ich startete aus der ersten Reihe! Dazu eine Liveübertragung in alle möglichen Länder durch Kameras an Hubschrauber und bekleidende Skidoos. Es war eine tolle Atmosphäre, genau wie bei einem Radrennen. Dieses Rennen hat schon vorher seine eigenen Reize und vor allem bewegende Fragen. Wie wird das Wetter? Wie ist der Schnee auf der 90km langen Strecke? Welchen Ski laufe ich? Reicht die Kraft? Wie verpflege ich mich? Fragen über Fragen, genau das ist der Vasalauf. Um solche Fragen auch professionell beantwortet zu bekommen, hatte ich mich dem xc-ski.de Skimarathon Team angeschlossen und hatte mir meine Ski vom Nordic Center like2skike wachsen lassen. Einen großen Dank an unseren xc-ski.de Skimarathon Teamleiter Sven Münch!!! Und vielen, vielen Dank an Max und Peter von like2skike für den extrem professionellen Skiservice! Nun zum Rennen. Die Bedingungen waren von Anfang an sehr schwer und langsam. Immer wieder setzte Schneefall ein und an eine Zeit unter 4 Std war nicht zu denken. Aufgrund der langsamen Schneesituation und der prognostizierten Laufzeit, entschied ich mich gegen das Doppelstockschieben auf durchgehend gewachsten Skating-Ski und somit für einen Aufrauhski. Ich traute mir einfach Doppelstockschieben über eine Strecke von 90km und 800HM nicht zu und wollte mit klassisch laufen auf Nummer sicher gehen. Leider ein Fehler. Mein Ski war zwar am Anfang schnell und an den Anstiegen gut, aber nach ungefähr 50km wurde er von km zu km stumpfer. Nur mit Mühe hielt ich die Spitzengruppe und bei km 80 verlies mich schließlich die Kraft. Ich kämpfte die letzten 10km leider alleine dem Ziel entgegen und war dann auch sehr froh es erreicht zu haben. Ich wurde dann am Ende 82.mit genau 6min Rückstand auf den Sieger Dahl aus Norwegen. Dieser war nur im Doppelstock unterwegs und ihm taten es wahrscheinlich 70% der Topleute gleich. Ich hätte also auch schieben müssen, aber im Nachhinein ist man eben als „Vasalauf-Neuling „ immer ein wenig schlauer. Auch wenn es nicht für ein Topresultat gereicht hat, bin ich trotzdem stolz auf meine Leistung. 90km!!! Das ist schon eine lange Kante und ich habe meine Karriere mit diesem Lauf vervollständigen können.

Schon 6 Tage später ging es für mich nach Oslo. Dort am Holmenkollen wollte ich also über die 50km cl meine Laufbahn gebührend beenden. Für mich gab es im Vorfeld keinen besseren Ort als die Wiege des Skisports, den Holmenkollen. Am Holmenkollen sind Skilangläufer Helden und die Fans strömen in Scharen in die Strecke. Und ich sollte nicht enttäuscht werden! Ca 50000!!! Fans pilgerten bei bestem Wetter an die Strecke und es herrschte eine ähnliche Atmosphäre wie zur WM 2011. Das krasse aber, unglaublich viele Fans brüllten die ganze Zeit über meinen und Tobis Namen! Ich glaube es hatte sich rumgesprochen, dass Tobi Angerer und ich an diesem Tag unsere Karriere mit diesem Rennen beenden würden. Gänsehaut die ganze Zeit und ich konnte das Rennen trotz der Qualen ( ab km 16 lief ich mehr oder weniger allein )sogar richtig genießen. Zu guter Letzt hatten Tobi ( er lag zeitweise schon 3-4min vor mir, bevor ihn am Ende in der letzten Runde die Kräfte verließen )und ich sogar die Chance gemeinsam in unserem allerletzten Rennen über die Ziellinie zu laufen. Dies taten wir dann beide auch so richtig ausgiebig, so wie es sich auch nur am Holmenkollen bietet. Die ganze Tribüne erhob sich von ihren Plätzen und spendete auf unseren letzten 100m tosenden Beifall! Arm in Arm liefen wir über die Ziellinie und wurden im Zielraum von der dort auf uns wartenden gesamten deutschen Mannschaft herzlich empfangen! Sofort wurden wir auf mit Fotos verzierten selbstgebauten „Sänften“ gesetzt und nach Rennende vor den Augen des Königs über die Zielgerade getragen!! Wir beide schüttelten immer wieder den Kopf und kämpften stellenweise mit unseren Emotionen. Als der Stadionsprecher uns dann auch noch wegen einer uns gebührenden Überraschung zurück rief kam nochmal richtig Spannung auf. Überraschung!!? Und was für eine! Wir erhielten ein Holmenkollen-Zertifikat und dürfen uns nun als stolze Namensgeber einer Langlaufloipe am Holmenkollen sehen! Eine Loipe „Jens Filbrich“ am Holmenkollen! Nun waren wir komplett sprachlos und den Tränen nahe. Ich hätte mir keinen besseren Abschied von der 15 Jahre dauernden Weltcup-Karriere vorstellen können! Besser geht’s nicht!!! Tobi und mich wird dieser Abschied auf immer und ewig verbinden! Vielen, vielen Dank an den Veranstalter am Holmenkollen! Vielen, vielen Dank an die norwegischen Fans! Es war ein unglaublicher Tag, den ich nie vergessen werde!

Nun bin ich wieder zu Hause bei meiner Familie und genieße meine erste freie Zeit als „Nichtsportler“. Ein großes Anliegen habe ich aber noch an meine Fans und Freunde zu Hause in Thüringen und Deutschland! Axel Teichmann und ich wollen an alle Fans DANKE in Form eines großen Abschiedsrennen sagen! Es wird ein großes Staffelrennen mit Olympiasiegern, Weltmeistern & Weggefährten geben! Dazu ein großes Familienfest mit Abschlussparty im Festzelt und noch vielen weiteren Highlights wie zum Beispiel einen Kinder-Staffellauf!  Kommt am 24.5. in die DKB-Ski-Arena nach Oberhof! Der Erlös unseres Rennens geht an die Nachwuchsförderung im Skilanglauf!

Bis bald

Euer Fibs

14. March 2014 - Olympische Spiele Sotschi

Abgelegt unter: Sportliche Erfolge

Hallo Skilanglauffreunde!

Nun möchte ich euch von meinen 4.Olympischen Spielen in Sotschi berichten. Eines gleich vorne weg. Es waren sehr schöne Olympische Spiele!! Auch wenn der ganz große Erfolg ausblieb, denke ich wirklich sehr gerne zurück. Diese Olympischen Spiele waren sehr gut organisiert und unser Olympisches Dorf war eines der schönsten wo ich je war. Das Wetter war der Hammer und die Menschen sehr, sehr freundlich. Ich habe mich zu jeder Zeit sehr wohl und sicher gefühlt. Ich konnte meine letzten Olympischen Spiele voll und ganz genießen. Das einzig nervige für mich war das lange warten auf meinen ersten Wettkampfeinsatz. Ich ging zur Eröffnungsfeier und bereitete mich dann auf den 15km cl Einzelstart vor. Eine ganze Woche lang liefen meine Mannschaftskameraden schon Wettkämpfe und meine Spannung steigerte sich von Tag zu Tag. Natürlich steigerte sich auch der selbst auferlegte Druck. Ich wollte einfach ein sehr gutes Rennen machen und mich wieder für die große Staffel anbieten. Gerade diese Staffel war das große Ziel und für mich die größte Chance noch einmal eine Medaille zu gewinnen. Am Tag des 15km cl Einzelstarts war ich dann extrem aufgeregt und angespannt. Die Bedingungen waren aufgrund des sommerlichen Wetters total schwierig für Mensch und Material. 15Grad und Sonne hört sich ja sehr schön an, aber für einen Skilangläufer ist das eine Qual! Der Schnee ist so langsam, dass man ständig ein saugendes Gefühl unter den Ski hat. Man ist ständig am arbeiten und selbst Abfahrten bieten aufgrund des langsamen Tempos kaum Zeit zur Erholung. Dazu kommt die warme und trockene Luft. Zu jeder Zeit hat man das Bedürfnis trinken zu müssen, oder das Gefühl Kopfschmerzen zu bekommen. 4 Trinkstationen hatten wir über die 15km eingerichtet. Eine Anzahl welche eigentlich nur über die 30km in Frage kommt! Kurz um, es war kein Wetter für ein Wintersportler der es gewöhnt ist bei Minusgraden zu laufen. Das Rennen lief dann aber für mich trotzdem sehr gut. Ich merkte sofort, dass ich einen guten Ski erwischt hatte und lief mit meiner frühen Startnummer immer um die Bestzeit. Nur meine Technik konnte ich nicht so einsetzen wie ich wollte, denn mir liegen eigentlich die festen Spuren für meinen harten und dynamischen Abdruck. Bei weichen Bedingungen und nassen Spuren rutscht dann immer der Schnee unter dem Steigwachs mit weg und ich habe immer das Gefühl ein wenig glatt zu haben. Dann muss ich die Technik umstellen und kann meine Schritte nicht so lang ziehen wie ich sie könnte. Mit einem Auto bildlich verglichen, fahre ich dann immer nur im 2. oder 3. Gang und kann nie in den 6.schalten. Wenn ich dann zu „hochtourig“ laufen muss, fehlt mir dann am Ende immer die Kraft. So auch diesmal und ich verlor gerade in der letzten Runde zu viel Zeit. Am Ende wurde ich guter 14.und war mit diesem Rennen auch nicht unzufrieden. Die erneute Staffelnominierung war erreicht und ich wusste nun auch, dass meine Verfassung nicht die schlechteste war.

Startläufer unserer Staffel bei Olympia!!! Letztes Jahr zur WM war ich zum ersten Mal raus aus der Staffel und schwor mir bei Olympia wieder dabei zu sein! Genau dieses Ziel hatte ich nun wieder geschafft und lief zum 4.und letzten Mal in der deutschen Olympiastaffel. Mit großer Vorfreude und Stolz ging ich meine letzte große Staffel an und sollte dann aber großes Pech haben. Der Startschuss viel und ich fühlte mich von Anfang an sehr stark. Nie hatte ich das Gefühl abgehängt werden zu können. Bis, ja bis ich in der entscheidenden Rennphase von einem Italiener über den Haufen gefahren wurde. Ich stürzte so unglücklich, dass sich meine Ski und Stöcke komplett unter meinem Körper verhakten. Ich brauchte ewig bis ich wieder auf den Beinen war und verlor so viel zu viel Zeit zur Spitze, welche nun Vollgas lief. Ich wechselte schließlich mit 36 Sekunden Rückstand auf die ersten und war natürlich tief enttäuscht über das Geschehene. Von nun an lief unsere Staffel immer im Zugzwang hinter den Medaillen her und wir belegten am Ende einen enttäuschenden 9.Platz. Persönlich kann ich mir überhaupt nichts vorwerfen, weil ich bei dem Sturz keine Chance hatte. Ich mache auch dem Italiener Dietmar Nöckler keine Vorwürfe! Solche Situationen oder Stürze gibt es nun mal öfter in der Hitze des Gefechts. Jeder Athlet gibt sein letztes Hemd und kämpft am Limit, da kann so etwas einfach mal passieren. Schade nur, dass es zu Olympia und in meiner letzten Staffel war… Aber das Leben geht weiter und so ist halt eben der Sport. Es gab sicher auch Staffeln wo wir die Glücklichen waren und andere Staffeln das Pech eines Sturzes hatten. Diesmal war es anders herum. Anschließend verzichtete ich auf den 50km Massenstart und flog noch vor der Abschlussfeier nach Hause. Warum? Nun ja zum einen weil der 50er im Skating war und zum anderen, weil ich noch 2 ganz besondere Rennen laufen wollte.  

14. March 2014 - WC Szklarska Poreba, Olympiavorbereitung Ridnaun, WC Toblach

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Hallo Skilanglauffreunde!

Nach der Tour de Ski und anschließender Regeneration zu Hause, ging es für mich weiter zum nächsten WC nach Polen. Dort in Szklarska Poreba stand für mich der 15km cl Massenstart an und ich wollte mich hinsichtlich Olympia noch einmal von meiner besten Seite im Kampf Mann gegen Mann präsentieren. Und es sollte schwer für Techniker und Material werden. Der Wettergott wartete mit extrem warmen und nassen Wetter auf und verwandelte die auf 2,5km verkürzte Strecke in eine „Steinpiste“. Es tat bildlich ausgedrückt, richtig weh die guten Ski zu laufen und man verkürzte das Aufwärmprogramm auf das Nötigste. Im Wettkampf schließlich, lief es dann gar nicht so schlecht und ich belegte einen ordentlichen 10.Platz.

Von Szklarska Poreba aus ging es dann für mich und für alle Olympiateilnehmer weiter zu unserer Olympiavorbereitung nach Ridnaun. Ridnaun im Südtirol weißt genau die gleiche Höhenlage wie Sotschi auf und ist von den Gegebenheiten her, ein super Trainingsort um sich in Ruhe auf den großen Höhepunkt der Saison vorzubereiten. Hotel perfekt, Strecke perfekt, und das Wetter? Dieses spielte für Südtiroler Verhältnisse total verrückt. Wir wurden, wie eigentlich überall in den Südalpen, kräftig eingeschneit und es gab jeden Tag richtig Neuschnee. Ich habe selten so intensive Schneefälle erlebt, wie hier in Ridnaun. Solche Verhältnisse hatten wir aber auch letztes Jahr zur Olympiaprobe in Sotschi und wir sahen Ridnaun auch deshalb als perfekte Olympiavorbereitung.

Von Ridnaun ging es dann nach 10 Tagen weiter nach Toblach. Hier fand der letzte Weltcup vor Olympia statt und mein Fokus lag voll auf dem 15km cl Einzelstart. Jede Nation lief hier quasi mit offenem Visier und jeder Starter wollte natürlich seine „Olympia-Form“ testen. Ich wollte natürlich auch wissen, wie mein Leistungsstand im Vergleich zur absoluten Weltspitze ist und war gespannt auf das für mich so wichtige Rennen. Die Schneeverhältnisse waren aufgrund der angesprochenen Schneefälle natürlich schwer und tief und an ein technisch sauberes laufen war kaum zu denken. Viel Wille und Kampf war gefordert und dies gelang mir an diesem Tag recht gut. Von Anfang an war ich im Rennen drin und lief mit meiner frühen Startnummer stätig um die Bestzeit. Der Ski lief gut und mit meiner Technik konnte ich auch zufrieden sein. Am Ende Platz 20 und die Gewissheit, dass ich mit den Besten mithalten kann. Für mich so kurz vor Olympia ein ganz wichtiges Zeichen, schließlich sollten die 15km cl auch in Sotschi mein Hauptrennen sein.

Von Toblach fuhren wir dann nochmal für 2 Tage nach Hause, bevor es dann auf zu den Olympischen Spielen nach Sotschi gehen sollte.       

07. January 2014 - Tour de Ski und Olympianorm

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Hallo Skifreunde! Es ist vollbracht! Die enorm herbei gesehnte Olympiaqualifikation ist geschafft und ich bin überglücklich! Doch es war ein langer und sehr, sehr harter Weg! Wie angekündigt, machte ich nach dem WC in Lillehammer eine Wettkampfpause und fuhr nicht nach Davos zum nächsten WC, sondern nach Obertilliach ins Osttirol. Obertilliach liegt 1450m hoch und sollte für mich Trainingslager für die Tour de Ski und auch schon Höhentraining für die Olympischen Spiele zugleich sein. Die Bedingungen waren echt klasse! Ca 35 km Loipe waren jeden Tag perfekt präpariert und ich konnte alle Trainingseinheiten super umsetzen! Dazu kam, dass wirklich jeden Tag sonniges Wetter war und somit ein kleiner „Klimawechsel“ gerade recht kam. Alles war gerade richtig um noch einmal einen großen „Km-Block“ zu absolvieren, gerade in Hinsicht Tour de Ski und Olympia. Kurz um, es war ein tolles Trainingslager und ich konnte sehr zufrieden nach Oberwiesenthal fahren. Warum Oberwiesenthal? Ich fuhr nicht nach Hause, sondern nach Oberwiesenthal zum Deutschlandpokal, weil ich nochmal zwei harte Rennen als Abschluss meines Trainingslagers haben wollte. Diese harten Rennen bekam ich dann schließlich auch und ich wurde in einem klassisch Sprint 5.und über einen 10km Skating Einzelstart 3. Nicht die besten Ergebnisse, aber Aufgrund des vorherigen harten Trainings auch nicht anders zu erwarten. Beide Rennen fühlten sich sehr schwer an und ich war richtig müde. Anschließen fuhr ich gleich nach Hause und wusste, dass ich über die Weihnachtsfeiertage die Füße hoch legen müsste. Regeneration für die Tour de Ski war angesagt und dafür kam Weihnachten gerade richtig. Doch dann nach Weihnachten der Schock. Programänderung der Tour!!! Das Wetter spielte überhaupt nicht mit und in Oberhof schwand die Strecke so sehr, dass man den 2.Tourtag von einem 15km cl Verfolger auf einen Skating Sprint änderte. Eine mittlere Katastrophe für mich, weil ich gerade in diesem Rennen in den letzten Jahren immer in die Top15 lief! Hier wollte ich die Olympianorm das erste Mal ins Visier nehmen. Es war deprimierend, aber leider nicht zu ändern. Die Tour startete nun also mit 3 kurzen Skating Etappen und ich sah diese Etappen von Anfang an als Durchgangsstationen. Quasi als Auftakt für den Rest der Tour. Ergebnisse: Etappe 1. Oberhof Prolog 4,5km Skating = 43.Platz, Etappe 2. Oberhof Skating Sprint = 88.Platz, Etappe 3. Lenzerheide Skating Sprint = 74.Platz . Abhaken und volle Konzentration auf Etappe 4. Mein erster richtiger Höhepunkt in dieser Saison! Lenzerheide 15km cl Massenstart! Gerade in diesem Rennen landete ich in meiner Laufbahn mehrfach in der Top10. Hier wollte ich wenigstens die halbe Olympianorm erkämpfen und ich rechnete mir schon seit Wochen einiges aus. Eben für dieses Rennen bin ich noch mal ins Training gegangen um wirklich Top vorbereitet zu sein. Das Rennen lief vom Anfang an sehr gut! Der Ski funktionierte perfekt und ich merkte schon nach wenigen Km, dass ich ein gutes Rennen laufen könnte. Problem nur, die hohe Startnummer 66. Ich brauchte sehr viel Zeit und Geduld um mich ganz langsam durch das Feld in Richtung Spitze zu kämpfen. Erst zu Anfang der letzten der zu laufenden 4 Runden, kam ich in die Top 20. Jede Tempoverschärfung hielt ich problemlos mit und ich war nur am schauen wie und wo ich überholen könnte. 1km vor dem Ziel lag ich dann endlich in der Top 15 und wollte mehr! Am letzten Anstieg setzte ich dann alles auf eine Karte und schob mich in die Top10. Als ich dann in der letzten Abfahrt vor der Zielgerade durchzählte und merkte, dass ich 8.war, gab es kein Halten mehr! Ich überholte noch den Tschechen Jaks und sprintete auf der Zielgerade um mein Leben. Ich glaube ich bin selten so schnell auf der Zielgerade gewesen und wurde schließlich 7.!!! Das Ticket für Sotschi! Meine 4.Olympischen Spiele! Ich glaube, dass ich anschließend dort das ganze Ziel zusammen gebrüllt habe! Die Freude war unfassbar und kaum in Worten zu beschreiben. Ein unsäglicher Druck fiel von mir ab und ich lies meiner Freude freien Lauf. Olympia ich komme!!! Weitere Ergebnisse der Tour: Etappe 5. Cortina-Toblach 36km Skating Verfolgung = Platz 31, Etappe 6. Val di Fiemme 10km cl Einzelstart = Platz 40, Abschlussetappe 7. Val di Fiemme 10km Skating Verfolgung mit Bergankunft Alpe Cermis = Platz 26. Gesamtwertung Tour de Ski: Platz 26 Ich bin nun also bei der 8.Tour de Ski, zum 8. Mal in Ziel gekommen! Alle bisherigen 60 Tour Etappen konnte ich bestreiten! Zum 8.mal habe ich den brutalen Anstieg zur Alpe Cermis bezwungen! Es gibt nur weltweit 3 Skilangläufer, welche dies geschafft haben! Ich bin stolz einer von diesen dreien zu sein!!! Nun bin ich überglücklich zu Hause und freue mich sehr auf die gemeinsame Zeit mit meiner Familie! Ich wünsche allen meinen Fans noch ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2014!!! Danke für die Gästebucheinträge und das feste Daumendrücken! In diesem Sinne! Bis bald Euer Fibs!

13. December 2013 - Muonio, WC Kuusamo, WC Lillehammer, Obertilliach

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Hallo Skilanglauffreunde! Nach vielen Wochen ist es mal wieder an der Zeit, mich bei euch zu melden. Es gibt viel zu berichten und es gibt viel zu erklären. Zu aller erst mein schwerer Sturz auf dem Laufband (ich hatte euch davon Anfang November berichtet), welcher ein schweres Schädelhirntrauma 2.Grades zur Folge hatte. Diese Verletzung beschäftigte mich leider doch viel länger als ich wollte und ich wusste von Anfang an nicht so richtig, wie und wann ich wieder voll trainieren könnte. So fuhr ich ganz normal mit in unsere Schneevorbereitung nach Muonio und ich merkte schnell, dass mein Training ziemlich zäh und schwer lief. Die Bedingungen in Muonio waren wirklich perfekt, aber ich konnte das Training überhaupt nicht genießen. Zu unsicher stellte sich mein Heilungsprozess dar und ich steigerte nur sehr langsam mein Training. Schließlich beging ich dann auch noch den Fehler und startete viel zu früh mit den FIS-Rennen in Muonio. Mit den Plätzen 38 über 10km cl und 19 über 15km sk tat ich mir überhaupt keinen Gefallen und ich hatte Null Chance auf ordentliche Ergebnisse. 14 Tage nach dem Unfall Rennen zu laufen, war im Nachhinein viel zu früh! Ich wusste nun zwar, dass ich mit meinem Kopf harte Belastungen bestehen kann, aber das Gefühl von schlechten Rennen nahm ich nun leider mit zum ersten WC nach Kuusamo… Dort dann, wie auch schon in den letzten 3 Jahren, die Mini-Tour „Ruka-Triple“. Im ersten Rennen, einem klassisch Sprint, wurde ich 83. Das Gefühl war schon deutlich besser als in Muonio, aber in einem so stark besetzten Weltcup, war mit meiner bescheidenen Form noch nicht mehr drin. Platz 83 bedeutete übrigens mein schlechtestes Weltcupergebnis überhaupt, was mit dem Wissen um meinen Sturz aber nicht weiter schlimm war. Im 2.Rennen über 10km cl wollte ich dann schon deutlich besser laufen. Die Strecken liegen mir und ich war in der Vergangenheit etliche Male in der Top10. Platz 57 sprach aber leider wieder eine andere Sprache. Ich fand überhaupt nicht ins Rennen und wollte wahrscheinlich mit zu viel Gewalt meinen Befreiungsschlag landen. Es fehlte mir einfach an Lockerheit und mit meiner frühen Startnummer 13 hatte ich auch noch Pech, weil ich bei Schneefall während der ersten Rennstunde einer der ersten „Schneepflüge“ war. Auf Gesamtplatz 60 und somit mit Startnummer 60 ging ich also in das abschließende 15km sk Verfolgungsrennen. Hier dann endlich der erste Lichtblick der Saison und ich kämpfte mich vom 60.Platz bis vor auf dem 35.Platz in der Gesamtwertung. Lichtblick deshalb, weil ich mit der 25.Tageszeit meine ersten schwer erkämpften 6 Weltcuppunkte der Saison ergattern konnte! Das erste Mal in der Saison merkte ich, dass ich konkurrenzfähig war und mit der Weltspitze wenigstens ein bisschen mithalten konnte. Mit mehr Selbstvertrauen in meine eigene Leistung ging es dann weiter nach Lillehammer. Hier stand ein 15km cl Einzelstart und eine Staffel auf dem Programm. Mein Ziel war es, den Aufwärtstrend zu bestätigen und mich mit einer guten und stabilen Leistung für die Staffel zu empfehlen. Gesagt, getan und ich wurde mit einer ordentlichen Leistung 25.! Gerade auf dieser sehr, sehr schweren Strecke in Lillehammer nicht so schlecht und mir fehlten gerade mal 18 Sekunden auf die Top15. Als 2.Deutscher empfahl ich mich auch ganz klar für die Staffel, musste dann aber auf Grund von starken gesundheitlichen Problemen innerhalb unserer Männermannschaft, auf Position 3 im skating eingesetzt werden. Normal wäre ich natürlich gerne meine Stammposition als Startläufer gelaufen, ich stellte mich aber komplett in den Dienst der Mannschaft. Leider konnte ich dann gegen die zurzeit wohl besten Skilangläufer Sundby und Legkov nicht mithalten und verlor auf meiner Strecke 1min auf die Spitze. Kämpferisch und auch körperlich konnte ich mir wenig vorwerfen. Das war in Ordnung. Aber leider hatte ich (ohne den Technikern einen Vorwurf zu machen) auch nicht den besten Ski an dem Tag. Anschließend habe ich mich nach intensiven Gesprächen mit den Trainern entschlossen den nächsten Weltcup in Davos auszulassen und stattdessen in eine Trainingsphase hinsichtlich Tour de Ski zu gehen. Eine für mich sehr wichtige Trainingsphase, welche mich nun nach Obertilliach führte. Hier habe ich perfekte Bedingungen und kann mich in Ruhe auf das Training konzentrieren. In diesem Sinne. Drückt mir weiter fest die Daumen! Euer Fibs 

04. November 2013 - Gletschertraining im Schnalstal

Abgelegt unter: Allgemein

Hallo Skifreunde!

Ein großer Trainingsblock mit Schwerpunkt Höhentraining  im Schnalstal liegt hinter uns und ich will Euch kurz Bericht erstatten! Unser 3.großer gemeinsamer Trainingslehrgang führte uns diesmal für knapp 3 Wochen ins südtiroler Schnalstal. Hier waren wir auch schon in den letzten beiden Jahren und hatten top Erfahrungen gesammelt. Die höhentechnischen Begebenheiten sind im Schnalstal ziemlich verschärft, wir waren aber alle durch unseren Lehrgang am Belmeken top vorbereitet. Schlafen im Örtchen Kurzras auf 2050m Höhe und Training auf dem Schnalstalgletscher in 3050m Höhe. Es sollten abwechslungsreiche Tage für uns werden. Vom starken Schneefall am Anfang des Lehrgangs ( wir liefen unten in Kurzras auf einer selbst gespurten 2,5km Wiesenrunde )bis zum perfekten spätsommerlichen Wetter und schnellen Bedingungen auf dem Gletscher am Ende des Lehrgangs, hatten wir dieses Jahr alles dabei. Sehr viele Ski-Kilometer ohne Langeweile. Kurz um, dieser Lehrgang  war gerade für den Kopf noch einmal eine schöne Sache, welcher uns mit einem guten Gefühl wieder nach Hause fahren lies. Zu Hause aber nun der Schock. Sturz auf dem Laufband und anschließender Krankenhausaufenthalt. Ich wollte gemeinsam mit meinem Trainingspartner Axel bei uns zu Hause in Oberhof einen Sprinttest auf dem Laufband absolvieren, stürzte aber bei höchster Geschwindigkeit des Testes so sehr, dass ich mit einer Gehirnerschütterung und Platzwunde über dem rechten Auge ins Krankenhaus musste. Nach 2 Tagen und diversen Untersuchungen durfte ich schließlich wieder raus und befinde mich nun in leichtem Aufbautraining um ab den 11.11. gut gestärkt und voller Vorfreude wieder in den nächsten Trainingslehrgang nach Muonio zu fahren.  

Bis bald Euer Fibs!     

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