Tour de Ski
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Kategorie: Sportliche Erfolge
Hallo Skilanglauffreunde!
Die schwerste Tour de Ski der Geschichte liegt hinter mir und ich kann stolz auf das Erreichte sein! Zum 6.mal fand die Tour de Ski statt und zum 6.male, kam ich im Ziel auf der Alpe Cermis an!! Ich denke es gibt nur eine Hand voll Skilangläufer, die dies überhaupt geschafft haben!!
Zu Beginn die deutschen Etappen. Hier wollte ich mich in Bestform präsentieren und die besten Rennen der Saison bestreiten. Gerade vor meiner Familie und Freunden auf meiner Heimstrecke in Oberhof, war ich voll motiviert! Mit einem guten Skating Prolog und Platz 19 steigerte ich mich schon gewaltig im Vergleich zu den Vorjahren als ich 62. und 52. wurde. Die gute Ausgangsposition um ganz nach vorne zu laufen war da und ich ging voll motiviert ins 15km klassisch Verfolgungsrennen. Es lief bombastisch bis in die letzte Kurve 300m vor dem Ziel. Dann der Sturz des Finnen Heikkinen unmittelbar vor mir und ich verfing mich leider so sehr in seinen Ski und Stöcken, dass ich viele Positionen in Endkampf verlor. Platz 10 und dicker Ärger über das Verpassen der möglichen Top5 Platzierung, aber auch große Freude über den wichtigen Sieg meines Trainingsgefährten Axel! Die Form passte also und ich war frohen Mutes für den weiteren Verlauf der Tour. In Oberstdorf Etappe 3+4. Erst der klassisch Sprint wo ich 53.wurde, dann der 20km Duathlon und die Chance über viele Bonussekunden weiter nach vorne in der Gesamtwertung zu kommen. Ganze 5mal war der Bonussprint am Burgstall angesetzt und ich versuchte alles um ein paar Sekunden zu holen. Leider war ich aber nicht sehr spritzig an diesem Tag und es langte am Ende nur zu 9 Bonussekunden und Platz 18.am Ende. Damit war ich nicht ganz so zufrieden, aber meine Situation in der Gesamtwertung war weiterhin aussichtsreich.
Erster Ruhetag, dann weiter mit den Etappen 5,6 und 7 in Toblach. 5km klassisch klingt ja nicht viel, aber ich wusste schon vor der Tour, dass gerade dieses Rennen entscheidend sein kann. Es ist ein absolutes Vollgas Rennen und man muss mit müdem Körper voll in den roten Bereich gehen. Dazu eine sehr schwere 5km Strecke in Toblach und 0 Grad Bedingungen. Die Skiauswahl war eine Lotterie und die Spur war dermaßen schlecht, dass an ein leichtes Laufen nicht zu denken war. Ich wurde mit 18 Sek Rückstand 15.und war damit ziemlich zufrieden. Nach dem Skating Sprint und Platz 45, kam dann die Marathonetappe Nummer 7. Die Strecke 32km lang und von Cortina nach Toblach. Ein Verfolgungsrennen in der Skating Technik und es war wichtig eine gute Gruppe zu erwischen. Hier wurde in den vergangen Jahren immer der Grundstein für die Gesamtwertung gelegt. Ich ging zusammen mit Tobi ins Rennen und wir waren beide froh, dass wir noch mit 5 anderen, gemeinsam Richtung Toblach arbeiten konnten. Es war wie beim Radrennen und es bildeten sich mehrere Gruppen, welche sich über die gesamten 32km jagten. Als 2.im Zielsprint meiner Gruppe, war ich nach dem Rennen schließlich 12.in der Gesamtwertung und lag nur wenige Sekunden hinter der Top10.
Zweiter Ruhetag, dann die Etappen 8 und 9. Das Finale im Val di Fiemme. Voller Motivation ging ich in die letzten beiden Tage. 20km klassisch Massenstart und wieder die Chance 5mal Bonussekunden zu holen. Ich nahm mir sehr viel vor und wollte die Top10 angreifen, doch leider fehlte mir wieder die Kraft und Spritzigkeit um mit zu sprinten. Ich war während des Rennens froh, überhaupt in der Spitze dabei zu sein und kämpfte verbissen. Mit dem 13.Platz schob ich mich aber schließlich dennoch in die Top10 der Gesamtwertung vor. Die Bühne war vorbereitet und über 30000 Fans warteten am legendären Schlussanstieg rauf zur Alpe Cermis. 450 Höhenmeter auf den letzten 3km der über 110km langen Tour de Ski. Die Hölle als Abschluss, aber auch Freude auf die unglaubliche Atmosphäre an der Strecke. In einer kleinen Gruppe wieder zusammen mit Tobi ging es auf die letzte Reise. Die Top15 als Ziel, die Top10 als Traum. Das Gefühl war gut und bis zum Einstieg zur Alpe lag ich weiterhin sehr aussichtsreich. Dann der Berg und seine Leiden. Ich musste mich von Beginn an quälen und extrem kämpfen. Die Top10 rann mir aus der Hand und ich musste mein eigenes Tempo finden. Besonders schlimm war es 1,5km vor dem Ziel, da dachte ich kurzzeitig, ich komme nicht oben an. Oben raus kam die Kraft aber wieder zurück und von den Fans getragen schwang ich mich nochmal auf um zurück zu kommen. Ziel und Platz 13!!! 5 Sekunden auf 12 und nur 21 Sekunden auf Platz 10. Es war knapp und ich kann sehr zufrieden sein, schließlich war ich so schnell wie noch nie den Berg oben!
Eine tolle Tour mit vielen guten und stabilen Leistungen ging für mich zu Ende und ich möchte allen danken, welche mir ganz fest die Daumen gedrückt haben!
Weiter geht’s voraussichtlich in Otepää!
Bis bald Euer Fibs!










